[Zuerst möchte ich mich bei ein paar Leuten entschuldigen, die ich gestern plötztlich verlassen musste - besonders bei Fine. Der Internetzugang in meiner WG ist buchstäblich ein nicht-Permanter. Der Kredit auf dem Internet-Stick war erschöpft, weshalb Arthur und ich diese Woche nach einer anderen, billigeren, schnelleren und dauerhafteren Lösung recherchieren. Aber es war wirklich ein Fest mit euch zu skypen!]
Es hat nun endlich aufgehört zu regnen. Wirklich. Wenn es in Griechenland regnet, dann bewerkstelligt Äolus keine halben Sachen. Zusätzlich macht es einen auch irgendwie missmutig, da man das Gefühl hat, dass sich nun der Sommer dem Ende neigt. Dennoch habe ich mich heute Morgen um 8 aus dem Bett gequält, um einmal mehr einen Jura-Kurs zu besuchen. Dieser auf Politikwissenschaft aufbauende Kurs, war eine regelrechte Erfrischung. Ein ausgezeichneter Professor mittleren Alters, von dem sich mancher in Chemnitz etwas abschneiden könnte. Die Wörter "we try to apply knowledge" und "look forward to find out to which theory you belong" hallen immer noch wohlklingend in meinen Ohren wider. Ein wahrer Genuss und auch eine Herausforderung. Endlich!
Voller Halbeuphorie sitze ich nun im Starbucks und versuche, via Mail Professoren von Journalismus und Politikwissenschaft anzubetteln, dass ich irgendwie an deren Kursen teilnehmen kann. Die Halbeuphorie mischt sich allmählich mit Halbzuversicht. Denn man sollte realistisch bleiben und nicht zu sehr auf ein Happy-End, alias Wunder von Thessaloniki hoffen.
Diese Woche wird eine arbeitsame. Wenn Sie vorbei ist, kann es endlich richtig losgehen. Als Erasmus-Student hat man einige Mentalitätsprobleme. Man ist zwar angekommen und fühlt sich irgendwie auch zu Hause, aber dennoch als Fremdpartikel in einem universitären Mikrokosmos.
Ich versuche weiterhin regelmäßig zu schreiben und ich denke mir gehen die Schreibideen auch nicht sobald verloren.
P.S.: Derzeit spiele ich mit dem Gedanken über Weihnachten hierzubleiben bzw. im neuen Jahr hierher zurückzukehren. Dies hat einerseits damit zu tun, dass die Prüfungen Mitte Januar stattfinden und dass ich andererseits so ziemlich der einzige bin, der eher aufhört - typisch deutsch irgendwie. Uns fehlt manchmal das Genießergen, das die Franzosen bspw. besitzen (die sind nämlich alle für ein Jahr hier). Ich werde daher bald eine Entscheidung treffen.
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