Die letzten Sonnenstrahlen für‘s erste wurden am letzten Wochenende ausgiebig genutzt. Mit zwei Mietwagen, Marke Nissan und Citroën, ging es in die Berge nahe der albanisch-mazedonisch-griechischen Grenze. Yoann, Romain und Arthur aus Frankreich, Fruszi aus Ungarn, Maija aus Lettland, Julia aus der Ukraine, Amr aus Palästina und Carolin und ich aus Deutschland waren das Team (die Bilder sind bei mir auf Facebook zu sehen). Wir sind ohne große Organisation losgefahren und wussten lediglich wohin es (ungefähr) geht, aber nicht wo wir schlafen. Es ging über endlose gerade Straßen, Autobahnen und am Ende auch über steile Serpeninen bis auf 1500m Höhe in ein Skigebiet. Danach waren wir auch schon an den Prespa Seen nach gut 4 Stunden reiner Fahrzeit. Die Seen sind wirklich einzigartig. Der Tourismus ist dort noch nicht wirklich zu Hause, im Oktober sowieso nicht. Auf der Suche nach Unterkunft kamen wir in ein kleines Dorf mit einer Bibliothek. Dort haben wir zwei ehemalige Erasmus-Studenten aus Spanien und Polen getroffen, die gerade ein 10-monatiges Volontariat absolvieren und die uns gut weiterhelfen konnten. In Psarades kamen wir dann schlussendlich unter- keine 10km von Albanien entfernt. Nach harten Verhandlungen haben wir gut 12€ für die Nacht bezahlt. Am nächsten Tag haben wir die Klosterinsel im kleinen Prespa See besucht, sind aber nach 2 Stunden auch wieder auf der Straße gewesen. Hunger und Tatendrang brachten uns schließlich bis kurz vor den albanischen Grenzübergang. Die Gruppe war allerdings gespaltener Ansicht, ob es sich lohnt nach Albanien zu fahren. Am Ende sind wir dann (und das war die beste Lösung) nach Kastouri gefahren und sind auch dort geblieben. Es erinnert ein wenig an eine mittelalterliche Großstadt. Sie liegt größtenteils auf einer Halbinsel, die umgeben von einem großen See und Bergen wirklich atemberaubend schön gelegen ist. Den Abend haben wir, wie den vorangegangenen, mit internationalen Trinkspielen und einer Art "Werwolf"-Spiel herumgekriegt. bevor wir dann doch die Nacht unsicher gemacht haben. Der erste Club war direkt neben unserem Apartment. Wir freuten uns, dass das Bier nur 2€ kostete, dann stellten wir aber plötzlich fest, dass wir umgeben von 14-17-Jährigen waren. Nachdem ich noch schnell die Facebook-Adresse meiner Band Dolphins Are Gay Sharks auf die Rückseite eines Plakats gekritzelt hatte, ging es weiter zum nächsten...und übernächsten Club- ungewöhnlicher Weise alle ohne Eintritt, sonst sind es 5-10€. Am Ende hatte jedoch einer von uns etwas zu viel intus und schnitt sich außerdem an dem Glas seiner Sonnenbrille, wobei er noch ein wenig kollabiert ist. Aber alles halb so schlimm, wie es sich anhört. Tags darauf ging es nach kleinem Zwischenfall mit dem Vermieter, da er nicht so richtig zufrieden mit dem von ihm angebotenen Preis war, um die Insel. Sichtlich verkatert und wegen des trüben Wetters ging es mit dem Auto durch die Pampa nach Edessa, wo wir den besten griechischen Crêpe und nebenbei auch noch die Wasserfälle genießen konnten. Ein wirklich perfekter erster Ausflug in Griechenland!
P.S.: Da hier diese Woche zwei Feiertage sind, habe ich ausschließlich am Montag Uni. Deswegen geht es Dienstagnacht binnen von 10Stunden mit dem Bus nach Istanbul bis Sonntagmorgen. Also bin ich auch diese Woche nicht wirklich am studieren.
[P.P.S.: Am Sonntag den 18.12. bin ich wieder in Chemnitz!!!!]
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